Carl Wilhelm Götzloff

Ein Dresdner Landschaftsmaler am Golf von Neapel

02.05.2014 bis 20.07.2014

Das künstlerische Werk Carl Wilhelm Götzloffs reicht von der bedeutsamen, symbolhaften Landschaftsmalerei Dresdner Prägung hin zu pittoresken Küstenszenerien Süditaliens. In Dresden geboren und ab 1814 Schüler der dortigen Kunstakademie stand Carl Wilhelm Götzloff früh unter dem Einfluss Caspar David Friedrichs und dessen Schule. Mit 22 Jahren erhielt er ein Stipendium, das ihm eine Reise nach Italien ermöglichte. Von nun an sind es die dort empfangenen Eindrücke des mediterranen Südens, die sein Werk beherrschen. Zunächst in Rom ansässig, siedelte Götzloff 1825 nach Neapel über, wo er mit einer geschichtsträchtigen Region in Kontakt kam, die zugleich landschaftliche Reize im Übermaß bot. In dieser Zeit fand nach und nach derjenige Bildtypus Eingang in Götzloffs Werk, für den sein Name vornehmlich steht: weiträumige, unter einem hohen Himmel liegende und in warmes Licht getauchte Küstenszenerien. Neben der Landschaft galt sein besonderes Interesse der einheimischen Bevölkerung, deren charakteristische Kleidung und Tracht er immer wieder genau studierte. Die Ausstellung ermöglicht die Wiederentdeckung eines weitgehend in Vergessenheit geratenen Künstlers und lädt zugleich zu einer Italienreise ein: Rom und Umgebung, der Golf von Neapel, die Bucht von Sorrent und Sizilien lagen schon im 19. Jahrhundert auf der Route vieler Touristen und sind in den Bildern Götzloffs stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Über 100 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen sind in der Ausstellung zu sehen. Sie wird im Anschluss vom 8. August bis zum 2. November im Mittelrhein-Museum Koblenz zu sehen sein. Der begleitende Katalog bildet sämtliche Exponate ab und zeigt die Bedeutung Götzloffs für die Kunstentwicklung des 19. Jahrhunderts auf.

C.W. Götzloff: Neapel, Strada di Santa Lucia
C.W. Götzloff: Stadtansicht von Capri
C.W. Götzloff: Blick auf den Golf von Neapel
C.W. Götzloff - Küste bei Sorrent mit Ischia