Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Der Besuch unserer Museen und Ausstellungen ist nur für nachweislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Selbsttests dürfen wir nicht anerkennen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweislich regulär zweimal pro Woche in der Schule getestet werden.

Besucher:innen die das 16. Lebensjahr vollendet haben, bitten wir ihre Identität mittels eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises nachzuweisen.

Die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung, sowie zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt.

Wir empfehlen Ihnen, zu anderen Besucher:innenn und Museumsmitarbeiter:innen weiterhin einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht mehr.

Bitte befolgen Sie weiterhin die bekannten, vor Ort nochmals ausgeschilderten Hygienevorschriften.

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Wortkünstler / Bildkünstler

Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller

27.07.2013 Bis 20.10.2013

Künstlerische Doppelbegabungen sind keine Seltenheit. Immer wieder haben sich kreativ Schaffende in Bereichen hervorgetan, die nicht ihrer originären Betätigung entsprechen. Dichter, deren eigentliche künstlerische Wirkung im geschriebenen Wort liegt, haben dabei vielfach eigenständige bildkünstlerische Werke geschaffen, die das Spektrum ihrer Kreativität erweitern und vollkommen neue Aspekte künstlerischen Ausdrucks dokumentieren. Malerei wie Zeichnung stehen dabei vollkommen gleichberechtigt neben dem literarischen Anspruch des primären Werkes.

Die Ausstellung zeigt Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Victor Hugo, George Sand, Hans Christian Andersen, Justinus Kerner, Paul Scheerbart, Joachim Ringelnatz und Wilhelm Busch. Mit über 150 Gemälden, Skulpturen und Arbeiten auf Papier werden so ganz unterschiedliche bildkünstlerische Positionen vorgestellt, von der Darstellung der klassischen Landschaft bei Goethe bis hin zu den hintergründigen und skurrilen Szenerien von Ringelnatz.

Die Wortcollagen von Herta Müller, Trägerin des Nobelpreises für Literatur 2009, bilden den radikalen, aber auch poetischen Endpunkt, in dem die Autorin aus Wörtern sowohl Texte wie Collagen mit einer eigenen bildkünstlerischen Ästhetik entstehen lässt. Ihre Arbeiten werden im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft direkt im Garten des Behnhauses zu sehen sein. Mit der Position von Herta Müller ist damit der Bogen zum Beginn der Ausstellung geschlagen. Während bei Goethe Zeichnungen gezeigt werden, die seine geschriebenen Kommentare evozierten, findet Müller Wörter, die sowohl zu Texten wie auch zu Bildern werden.

Durch die Audioführung ist die Literatur integraler Bestandteil der Ausstellung. Dabei werden dem Besucher die spezifischen Verbindungen von Bildkunst und Literatur anhand von gesprochenen Originaltexten und biografischen Verknüpfungen deutlich gemacht.

Zur Ausstellung ist ein reich illustrierter Katalog erschienen, in dem jede künstlerische Position in einem fundierten Aufsatz vorgestellt wird.

Die Ausstellung ist ein Projekt der Internationalen Tage Boehringer Ingelheim und wird nun als zweite Ausstellungsstation in Lübeck gezeigt.