Mühlenpfordt. Neue Zeitkunst

Anna Dräger-Mühlenpfordt. Ausgewählte Werke

Bis 15.03.2020

Carl Mühlenpfordt (1878–1944) hatte mit den Bauten für die „Heilanstalt Strecknitz“, für den Vorwerker Friedhof oder mit dem Katholischen Gesellenhaus in der Parade bereits seine Spuren in Lübeck hinterlassen, als er Ende des Ersten Weltkrieges am Braunschweiger Polytechnikum tätig wurde. Er reformierte die Architekturfakultät zu einer bekannten Ausbildungsstätte, die später durch das Netzwerk seiner Schüler als „Braunschweiger Schule“ für Furore sorgte. Heute ist der Architekt und Hochschullehrer weitgehend unbekannt, obwohl er mit Verve – abseits vom programmatischen Bauhaus, aber getragen von Kontinuitätsglauben und Reformwillen – eine „Neue Zeitkunst“ für Kaiserzeit und Weimarer Republik einforderte.
Die Ausstellung und das Begleitbuch „Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre“ bieten eine vielschichtige Kontextualisierung zur Einordnung von Leben und Werk des Architekten.
1909 heiratete Mühlenpfordt die Lübecker Malerin Anna Dräger (1887–1984). Sie folgte ihrem Mann nach Braunschweig, blieb ihrer Heimatstadt zeitlebens aber durch ihr künstlerisches Werk verbunden. Ausgewählte Arbeiten der Malerin Anna Dräger-Mühlenpfordt ergänzen die Ausstellung und zeigen motivische und inhaltliche Verbindungen des Architekten und der bildenden Künstlerin auf.


Die nächsten Termine der Ausstellung

FR | 31.01.2020 | 09:00 - 17:30 Uhr
Tagung
Carl Mühlenpfordt - Tradition und Modernität
Kolloquium der TH Lübeck
Carl Mühlenpfordt - Tradition und Modernität
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Das Wirken des Architekten Carl Mühlenpfordt in den Jahren 1907 bis 1914, aber auch von 1933 bis 1944 in Lübeck sowie seine Tätigkeit als Hochschullehrer und Architekt in Braunschweig von 1918 bis 1933 erfreuen sich zur Zeit eines wachsenden Interesses. Ähnliches gilt für das Werk seiner Frau, der Malerin Anna Dräger. Hintergrund ist sicher auch, dass die Moderne, die nach 1945 ihren Siegeszug in Architektur und Städtebau feierte, zunehmend kritischer gesehen wird. Die architektonischen und städtebaulichen Ansätze der sog. Reformarchitektur, zu der auch C. Mühlenpfordt zu zählen ist, wurden lange Zeit ignoriert und geraten nun wieder stärker ins Blickfeld.
Das Kolloquium ist eine Veranstaltung der TH Lübeck.
Die Teilnahmegebühr beträgt 45€
Anmeldung bitte per Email bis zum 20.01.2020 an: baukultur@th-luebeck.de

Das Programm:
09:00 - 09:15 Begrüßung
Dr. Alexander Bastek, Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck
Prof. Dr. Joachim Heisel, TH Lübeck
09:15 - 10:00 Neues Bauen in Lübeck vor 1914
Prof. Dr. Joachim Heisel, TH Lübeck
10:00 - 10:45 Mühlenpfordts Planungen in Kücknitz
Prof. Dr. Hans Stimmann, Stadtbaudirektor a. D., Berlin
10:45 - 11:15 - Kaffeepause -
11:15 - 12:00 Mühlenpfordt in Braunschweig
Prof. Dr. Olaf Gisbertz, TU Braunschweig
12:00 - 12:45 Altstadtverbesserungen in Lübeck
Dipl.-Ing. Uwe Hansen, Lübeck
12:45 - 14:00 Mittagspause
14:00 - 14:45 Mühlenpfordt und die Wiederaufbauplanungen
Dipl.-Ing. Klaus Brendle, Lübeck
14:45 - 15:30 Bauten für die Dräger AG
Prof. Max Dudler, Berlin - Zürich
15:30 - 16:00 - Kaffeepause -
16:00 - 16:45 Reformarchitektur und Modernität
Prof. Dr. Jörn Düwel, HCU Hamburg
17:00 - 17:30 Tradition und Moderne im Werk Anna Drägers
Dr. Alexander Bastek, Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck

SA | 01.02.2020 | 11:30 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Mühlenpfordt - Neue Zeitkunst
Führung und Stadtrundgang
Mühlenpfordt - Neue Zeitkunst
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Der Kurator Olaf Gisbertz führt durch die Ausstellung und anschließend in einem Stadtrundgang zu Lübecker Bauten Mühlenpfordts.

Preis: Erwachsene: 12 / Ermäßigte: 8,50 / Kinder: 6,50 €
DO | 06.02.2020 | 18:00 - 19:00 Uhr
Vortrag
Neues Bauen in Lübeck vor 1914
Neues Bauen in Lübeck vor 1914
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Im Rahmen der Ausstellung "Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst und Anna Dräger-Mühlenpfordt – ausgewählte Werke" spricht Prof. Dr. Joachim Heisel von der TH Lübeck.
Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert mehren sich die kritischen Stimmen zu den baulichen Entwicklungen der Gründerzeit. Auch in Lübeck beginnt die Suche nach neuen, aus der lokalen Tradition erwachsenen architektonischen und städtebaulichen Lösungen.
Ein Vortrag in Kooperation mit dem Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde.

Preis: Erwachsene: 8,-/Ermäßigte 4,00/ Kinder: 2,50 €