Schließung der LÜBECKER MUSEEN 2. - 30. November 2020

Liebe Besucher:innen,

aufgrund der stark steigenden Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder am 28. Oktober 2020 ein neues Maßnahmen-Paket verabschiedet. Dazu gehört auch, dass Einrichtungen und Institutionen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, vom 2. bis zunächst 30. November 2020 geschlossen werden. Auch die LÜBECKER MUSEEN werden daher in diesem Zeitraum ihre Türen schließen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Herkunft auf der Spur – Museumserwerbungen in der NS-Zeit

05.05.2019 Bis 01.09.2019

Woher stammen die Exponate in unseren Museen? Wie sind sie in die Sammlung gekommen? Gibt es auch in den Lübecker Museen Stücke, die während der NS-Zeit ihren meist jüdischen Besitzern unrechtmäßig abgenommen wurden?
Die Lübecker Museen haben sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Anhand ausgewählter Objekte mit fraglicher Herkunft - von Gotthardt Kuehls „Braudiele“ bis hin zu Silberlöffeln und Tabakstellern - gibt die Ausstellung einen ersten Einblick in die Sammlungspolitik der Lübecker Museen zwischen 1933 und 1945 und die Ankäufe des damaligen Museumsdirektors Hans Schröder. Für die Sammlung und das neu aufzubauende Heimatmuseum tätigte Schröder Ankäufe im gesamten Deutschen Reich. Wurden diese Kulturgüter rechtmäßig erworben oder wurden ihre Besitzer verfolgt und enteignet? Die Kabinettausstellung im Museum Behnhaus Drägerhaus und dem St. Annen-Museum gibt hierauf Antworten und zeigt, was die Provenienzforschung in ihrer bisweilen detektivischen Arbeitsweise leistet. Die Präsentation in zwei Häusern der Lübecker Museumslandschaft ist das Ergebnis eines dreijährigen Forschungsprojekts, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, das sich auf Spurensuche in den Museumserwerbungen der Jahre zwischen 1933 und 1945 begeben hat.